Heilfasten

✎ HEIKE FRIEDRICH / 📅 JUNI 14, 2021 /
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Anfang diesen Jahres hatte ich wieder das dringende Bedürfnis zu fasten. Das tue ich regelmäßig seit 16 Jahren und mein Körper sagt mir, wenn es wieder an der Zeit ist. Zu Beginn war es für mich trotzdem eine Herausforderung, obwohl ich als Heilpraktikerin weiß, dass der menschliche Körper sehr gut einige Tage ohne Nahrung auskommen kann. Natürlich muss ausreichend, eigentlich mehr als sonst Flüssigkeit wie z.B. stilles Wasser aufgenommen werden. Doch was ist der Unterschied Fasten oder Heilfasten? Beim Heilfasten hat der Fastende (oder die Fastende) eine oder mehrere Grunderkrankungen. Ziel des Heilfastens ist, diese Grunderkrankungen oder die Symptome wieder in normale Werte (Blutwerte wie z.B. Cholesterin, Harnsäure oder normale Blutdruckwerte) zu bringen. In Begleitung naturheilkundlicher Therapien wie die Phytotherapie kann hier gezielt das Heilfasten unterstützt werden.

  • allergische Krankheiten (zum Beispiel allergisches Asthma)
  • Gefäßerkrankungen (zum Beispiel Durchblutungsstörungen und Bluthochdruck)
  • Herzkreislaufkrankheiten
  • Darmerkrankungen
  • Verdauungsstörungen
  • Hyperurikämie (erhöhter Harnsäurespiegel im Blut)
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Hautkrankheiten (zum Beispiel Neurodermitis)
  • Adipositas (Fettleibigkeit; hier wird das Heilfasten als Übergang zu einer veränderten Ernährung genutzt)
  • rheumatische Erkrankungen
  • Gelenkerkrankungen

Da das Heilfasten belastend für den Körper sein kann, darf es bei bestimmten Krankheiten und unter bestimmten Bedingungen nicht oder nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden. Patienten mit sehr schweren Herzkreislauferkrankungen, Nierenkrankheiten oder Tumoren sollten keine Fastenkur in Eigenregie machen. Gleiches gilt für Menschen, die unter ausgeprägten Schwächezuständen, hormonellen Erschöpfungszuständen und schweren Infektionskrankheiten leiden. Auch Patienten mit schweren psychischen Problemen oder Essstörungen sollten keine Fastenkur durchführen, ebenso wenig wie Schwangere, Kinder, Heranwachsende und Stillende. Fasten kennen wir eigentlich alle, wenn wir krank sind. Instinktiv nehmen wir nur Flüssigkeit zu uns, um den kranken Organismus zu entlasten und so die Selbstheilungskräfte zu unterstützen. Denn für die Verdauungsarbeit benötigt der Körper 30 Prozent des gesamten Energieaufwandes. Diese steht dann für die Heilarbeit zur Verfügung. Bei fieberhaften Erkrankungen kann Fasten die Abwehrkräfte des Blutes und der Zellen erhöhen, die Ausbreitung und das Wachstum von Viren hemmen und die Ausscheidung von Gift-und Krankheitsstoffen fördern. Fasten bedeutet auch, dass der Organismus durch innere Ernährung, also die Nutzung der eigenen Speicher, aus sich selbst leben kann. Fasten hilft uns wieder in Form zu kommen oder auch in Form zu bleiben. Damit meine ich dies nicht als eine Diät. Aber durch das Fasten kommt es im Nachhinein zu einer Ernährungsumstellung, da die Bedeutung Ernährung einen ganz anderen Stellenwert bekommt. Ich für mich ernähre mich bewusster, achtsamer und ausgewogener.

Fastenformen

Teefasten: Hier werden dreimal am Tag 2 Tassen Kräutertee ohne Honig und genügend Wasser getrunken.

Schleimfasten: geeignet für Magen-Darm-Empfindliche

Rohsäftefasten: 3-5mal täglich 1 Glas frisch gepresste Obst- oder Gemüsesafte, zusätzlich genügend Wasser trinken

Molkefasten: über den Tag verteilt 1 Liter Molke und zusätzlich Kräutertees und Frischpflanzensäfte

Buchinger-Fasten: das ist auch mein favorisiertes Fasten. 2 Tassen Kräutertee morgens, mittags selbst gekochte Gemüsebrühe und abends verdünnten Obst- ober Gemüsesaft aus k.b.A. Dazu mindestens 2 bis 3 Liter stilles Wasser. Diese Form des Fastens benötigt eine gute Vorbereitung des Körpers, einen Entlastungstag und nach dem Fastenbrechen 2-3 Aufbauttage. Fasten heißt auch, seelischen oder geistigen "Müll" loszuwerden. Während des Fastens zu spüren, was braucht mein Geist, meine Seele. Sich mit schönen Dingen zu beschäftigen oder zu meditieren. Dazu praktiziere ich Yoga, gehe in der Natur spazieren und versuche die medialen Informationen möglichst links liegen zu lassen.



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